+49 6431 4986-0

Transparenz spart Zeit

SKS entwickelt tausende von Radschützer-Varianten mit customX

Jährlich mehr als 4.000 Varianten eines einzigen Produktes – das ist für eine kleine Entwicklungsabteilung kaum zu bewältigen. Die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH in Sundern hat sich daher für customX entschieden, um Fertigungszeichnungen und Stücklisten für ihre Radschützer zu generieren. Das schafft Transparenz und erleichtert das Geschäft.

„Ich kann nix verstehen – mein Schutzblech klappert!“ Dieser Satz taugt wirklich nur noch fürs Kabarett. Moderne Schutzbleche bestehen keineswegs aus Blech sondern aus Kunststoff. Sie sind in (fast) allen Farben und Formen erhältlich, und manche können sogar Stromkabel überflüssig machen, weil sich in ihrem Inneren eine leitende Kupferfolie befindet. Deshalb heißen Schutzbleche heute Radschützer, und die besten Ihrer Art kommen aus dem sauerländischen Sundern von der Firma SKS Metaplast.

Truly made in Germany

Firmengründer und Gründungsort sind im Firmennamen SKS (= Scheffer Klute Sundern) verewigt. 1932 begann man mit der Produktion von Luftpumpen; seit 1983 fertigt man auch Radschützer. Heute umfasst die Produktpalette zusätzlich Tools, Kettenschützer und Satteltaschen. Alle namhaften Fahrradhersteller rüsten ihre Räder mit Produkten aus Sundern aus. "Made in Germany" ist für SKS nicht nur Qualitätsmerkmal, sondern auch Programm.

Kleine Losgrößen

Bei Radschützern gilt „keiner ist wie der andere“. SKS produziert pro Jahr rund 2 Mio. Radschützer. Dabei liegen die gängigen Losgrößen bei ca. 100 Stück. Losgrößen von 2.000 seien das absolute Maximum, erklärt Betriebsleiter Michael Arnold. Das bedeutet mehr als 4.000 Varianten pro Jahr. „Die Fahrradhersteller produzieren City- und Mountain-Bikes,Trekking- und Rennräder und neuerdings auch Klappräder und Fahrräder mit Hilfsmotoren - und das alles in verschiedenen Rahmengrößen und Designs“, erzählt Michael Arnold. „Da braucht man eben auch ganz verschiedenartige Radschützer.“

Alle Beteiligten profitieren von mehr Transparenz, und der Weg von der Idee des Kunden bis zum fertigen Radschützer ist deutlich kürzer. (Michael Arnold, Betriebsleiter SKS metaplast Scheffer-Klute GmbH)

Früher: ein Riesenaufwand

In der Vergangenheit nahmen Vertriebsmannschaft und Handelsvertreter von SKS die Wünsche der Fahrradhersteller auf, prüften anhand von Excellisten grob, ob die gewünschten Teile zu fertigen waren, und gaben den Auftrag in die Entwicklung. Dort wurde der neue Radschützer mit Hilfe von AutoCAD Mechanical aus einem vorhandenen möglichst ähnlichen Modell konstruiert, und dann begann die Abstimmung zwischen Kunde, Vertrieb und Fertigung.

 

Kontroverse Diskussionen waren an der Tagesordnung, und es gab meist mehrere Durchgänge, bis alle eventuellen Missverständnisse ausgeräumt waren und die Radschützer gefertigt werden konnten. „Unsere Zeichnerin hat rotiert“, erinnert sich Michael Arnold, „und oft waren die Kunden verärgert, wenn sich eine Idee fertigungstechnisch nicht so umsetzen ließ, wie sie es erwartet hatten.“

Heißer Tipp vom Systemhaus

Man suchte nach einem Werkzeug, um schneller Produktvarianten zu entwickeln und gleichzeitig von Anfang an klar zu kommunizieren, welche Möglichkeiten die Fertigung bietet. Das betreuende Systemhaus, Mensch und Maschine Leycad, gab den entscheidenden Tipp: Der Variantengenerator customX sei in der Lage, die Regeln für den Bau von Radschützern zu „erlernen“ und könne anhand von Parametern Fertigungszeichnungen genieren.

 

Damit leistet customX genau das, was SKS benötigt. Zunächst legte man die Regeln fest: Welche Parameter definieren das Aussehen eines Radschützers? Welche Abhängigkeiten gibt es? Welche Längen, Breiten, Winkel, Profile und Farben sind überhaupt zulässig? Wo kann man einen Spoiler oder Schmutzfänger anbringen? Wo lassen sich Rückstrahler integrieren? Wie kann der gewählte Radschützer befestigt werden? Und vieles mehr.

Komplexe Regeln einfach angewendet

Die Supporter im Systemhaus konfigurierten die Software entsprechend den Regeln, und nach einer Einweisung konnte die Zeichnerin ihre Fertigungsunterlagen erzeugen, ohne eine einzige Linie im CADProgramm zu ziehen oder eine Bemaßung anzubringen. Nach ihren Eingaben in der komfortablen Bildschirmmaske erzeugt customX automatisch Zeichnungen und Stücklisten. Die Diskussionen mit der Fertigung gehören seither der Vergangenheit an. Die Zeichnerin übernimmt heute vom Kunden oder dem Vertrieb angelegte Entwürfe und pflegt die Zeichnung nach der Freigabe ins PPS-System ein. Außerdem erweitert sie customX bei Neuerungen und Ergänzungen - deutlich interessantere Aufgaben als früher.

 

Die Bedienung ist kinderleicht, und die Vorgaben und Einschränkungen verhindern, dass man einen Radschützer auswählt, der nicht hergestellt werden kann. Zulässige Größen und mögliche Profile werden vorgegeben. Die Befestigungsart lässt sich durch einfaches Anklicken auswählen. Der Benutzer kann Farben und Ausstattung festlegen und sogar das Schriftfeld für die Fertigungszeichnung ausfüllen. Bei jedem Zwischenspeichern werden die Voransicht und die Stückliste auf dem Bildschirm aktualisiert.

Den Nutzerkreis erweitern

Die Einführung von customX im eigenen Haus war nur der erste Schritt. Die Software ist so einfach zu bedienen, dass man den Benutzerkreis sukzessive vergrößern konnte: Zuerst nutzten die Vertriebsleute und Handelsvertreter den Generator. Im Gespräch mit dem Kunden entstand am Laptop der neue Radschützer, und die Daten wurden direkt ans Zeichenbüro übermittelt. Inzwischen haben auch die wichtigsten Kunden von SKS einen Zugang zum Variantengenerator und entwickeln ihre Radschützer quasi selbst.

Wissensmanagement per customX

„Unser spezielles Know-how steckte bislang in einigen wenigen Köpfen. Jetzt ist es in ein unabhängiges System integriert, das jeder nutzen kann, der es benötigt“, bilanziert Michael Arnold. „Alle Beteiligten profitieren von mehr Transparenz, und der Weg von der Idee des Kunden bis zum fertigen Radschützer ist deutlich kürzer.“ 

 

Erfahren Sie hier mehr über customX in der Konstruktion!