+49 6431 4986-0

Konfigurieren statt Konstruieren

Variantenkonstruktionen meistern

CAD-Systeme sind heute das Standard-Werkzeug in der Konstruktion. Sie sind optimiert für den Entwurf und die genaue, detailgetreue Darstellung eines Produktes und sie orientieren sich an der Personengruppe der Techniker. Diesen Zweck erfüllen sie sehr gut. Reflexartig wird jede Beschleunigung konstruktiver Tätigkeit genau dort gesucht.

customX wählt einen gänzlich anderen Ansatz. Es werden die Varianz eines Produktes und die Zusammenhänge zum Aufbau eines Produktes beschrieben. Damit ist customX prädestiniert, Variantenkonstruktionen zu meistern.

Basis jedweder Automation ist das Vorhandensein eines Systems. Unabhängig vom Werkzeug kann keine Automation stattfinden, wenn diese nicht beschrieben werden kann. Daher steht am Anfang eine systematische Aufbereitung des Produktes. Man könnte auch sagen, dass die Standardisierung des Produktes erforderlich ist.

Leider wird dies oft völlig falsch verstanden, indem Bauteile oder Baugruppen mit Rastermaßen hinterlegt werden. Dies beschränkt in aller Regel die Varianz des Produktes in unnötiger Weise. In der Folge entsteht zwangsweise manuelle Nacharbeit zur Realisierung der notwendigen Individualität und zerstört damit das Ziel der Automatisierung.

Mit customX gibt es solche Einschränkungen nicht. Es basiert auf einem konstruktiven System und hilft ein solches zu entwickeln, weil es Varianz und Zusammenhänge statt vorgefertigter Baugruppen beschreibt. Die Funktionalitäten dafür sind:

  • Ein Bauteil wird generell als Variante betrachtet, Parameter definieren die Varianz. Ein Bauteil kann verschiedene Formen und Abmessungen annehmen.
  • Mehrere verschiedene  Methoden  beschreiben Zusammenhänge zwischen Bauteilen
  • Regeln zur Anordnung von Bauteilen als Kernfunktionalität. Damit sind auch Teilebeziehungen möglich, die von Bauteilpositionen abhängig sind, wie die Prüfung von Bauteilabständen sich nicht berührender Teile

 

Die Realisierung maximaler Varianz ist weniger Aufwand in Erstellung und Pflege als klassische Standardisierung

Selbst komplexe Endprodukte mit tausenden Einzelteilen und mehreren Baugruppenebenen werden in customX in aller Regel mit weniger als 100 varianten Teilen abgebildet. Dieser Ansatz hat den Nutzen:

  • Keine redundanten Daten – die Pflege des Systems erfordert nur den Bruchteil des Aufwandes für eine Bibliothekslösung mit standardisierten Baugruppen
  • Grundsatzänderungen am Produkt werden zur Kleinigkeit
  • Die maximale, gewollte Varianz des Produktes wird gefördert

Unsere Empfehlung zur Gestaltung einer Produktkonfiguration ist, dem Anwender immer automatisch eine Lösung vorzuschlagen, die abgesichert und bevorzugt ist. Bezieht man die Anwendergruppe Anwendungsingenieure ebenfalls in den Konfigurationsprozess mit ein, bietet sich die Möglichkeit, tiefergreifende Einflüsse auf die Gestaltung des Endproduktes zu gestatten. Die Geschwindigkeit mit der dann eine Lösung erzeugt werden kann, entscheidet darüber, ob das "Spielen" mit Lösungen real stattfindet.

Bei customX haben Sie in aller Regel Reaktionszeiten von wenigen Sekunden zur vollständigen Auslegung eines Produktes. Und die Ergebnispräsentation ist ebenso schnell.

Die Produktion von 3D-Modellen ist klassisch die Domäne von CAD-Systemen. Diese verfügen üblicherweise auch über Funktionalitäten, eine gewisse Varianz abzubilden und zu automatisieren. Durch die den CAD-Systemen zugrunde liegenden Prinzipien entstehen Einschränkungen, die entweder durch eine größere Anzahl von Fallunterscheidungen mit entsprechender Anzahl Mastermodelle oder durch zusätzliche Programmierung umgangen werden können. Beides hat seinen Preis und Auswirkung auf die Pflegbarkeit des Systems.

customX benutzt ein CAD-System um ein 3D-Modell herzustellen. Damit ist ein 3D-Modell, das mit customX erstellt wird, genauso so gut weiter bearbeitbar wie ein manuell erzeugtes 3D-Modell - ohne Konvertierung.

Der Unterschied ist aber, dass die technischen Regeln außerhalb der Modelle hinterlegt sind und damit keiner Einschränkung unterliegen und Funktionalitäten bereit gestellt werden, die so nicht im CAD-System vorgesehen sind, aber für die Behandlung von Komplexität unerlässlich sind. Ihr Nutzen:

  • Komplexe Operationen, wie die Übertragung von Features (Bsp.: Lochbilder) erlauben die Einzelteile viel einfacher zu halten.
  • Nur eine geringe Anzahl Mastermodelle und keine vorgedachten Assemblys werden benötigt
  • Keine Redundanzen von Regeln, weil diese ausschließlich in customX erfasst und nicht über Modelle verteilt sind.
  • CAD-Unabhängigkeit – es können verschiedene CAD-Systeme gleichzeitig unterstützt werden.
  • Automatische Suche nach bereits erstellten identischen Modellen vermeidet Neugenerierung

 

customX vereint das Beste aus zwei Welten: Basis und Ergebnis sind Modelle des jeweiligen CAD-Systems und sichern somit uneingeschränkte Kompatibilität. Die Behandlung der Komplexität liegt in customX, wo spezifische Funktionen vorhanden sind. Eine Programmierung wird damit völlig überflüssig.

Standard ist, dass sich eine Zeichnung aktualisiert, wenn sich das referenzierte 3D-Modell ändert. Diese Technik wird selbstverständlich auch von customX unterstützt. Das Problem ist, dass diese Aktualisierung nur dann ein brauchbares Ergebnis liefert, wenn sich das 3D Modell nicht sehr stark ändert.

Variantenprodukte stellen höhere Ansprüche an eine Zeichnungsproduktion, die frei von Nacharbeit sein soll, damit das übergeordnete Ziel einer Automation realisiert werden kann. Es treten folgende Effekte auf:

  • Maßbezüge verschwinden, andere müssen neu hinzugefügt werden
  • Abhängig vom Inhalt der Zeichnung müssen verschieden Maßketten, also in Reihenfolgen verbundene Maße aufgebaut werden
  • Maßbilder ändern sich völlig bei starker Änderung des Skalierfaktors, Platzierung der Maßtexte kann nicht fix definiert werden
  • Skalierfaktoren müssen dem Produkt entsprechend angepasst werden. Dabei sind auch komplexe Anforderungen wie Details, die in einem bestimmen Skalierungsverhältnis stehen zu berücksichtigen.
  • Platzanordnungen können sich grundlegend verändern, wenn aus langen, dünnen Teilen durch Variation kurze, dicke Teile werden.
  • Sprachabhängige Schriftköpfe und Begleittexte  oder sprachabhängige Maßtexte sind nicht selten

Für all dies bietet customX ein Bündel von Möglichkeiten. Sowohl in 2D als auch in 3D werden Zeichnungen vollautomatisch hergestellt und  auf Wunsch als PDF oder 3D-PDF bereit gestellt. Die wichtigsten Funktionalitäten sind:

  • Vollautomatische Bestimmung des Maßstabes, auch bei verschiedenen Skalierfaktoren auf einem Blatt
  • Diverse Methoden zur Produktion dynamischer Maßbilder und automatische Platzierung der Maßtexte
  • Automatsche Unterlegung der Vorlagen und Schriftköpfe sowie variable Sprachentext
  • Automatische Anordnung von Positionsnummern

Und all das ohne ein Zeile Programmierung. Damit wird customX zu dem Engineering Tool und gehört in jede Konstruktionsabteilung, die komplexe Variantenpodukte handhabt.