Beer Grill AG

Perfekt in Szene gesetzt

Vitrinen für die Gastronomie

Zielsetzung

Immer komplexere Produkte in immer kürzerer Zeit konstruieren – für diese Anforderungen sollte ein neues Konfigurationssystem eingesetzt werden, das ein hohes Maß an Automatisation und Digitalisierung ermöglicht, direkt mit Autodesk Inventor verknüpft ist und Maßbilder sowie Fertigungsunterlagen erzeugt.

Umsetzung

customX wurde zunächst parallel zu einem früher selbst programmierten System eingesetzt, wird aber zukünftig das alte System ablösen. Das gesamte Wissen um das Produkt ist dort erfasst, so dass der Vertrieb direkt vor Ort Angebote erstellen kann. Nach einer kurzen Schulung können die Mitarbeiter bei Beer Grill das Regelwerk eigenständig pflegen und erweitern.

Fazit

Beer Grill rechnet mit einer Beschleunigung von mindestens 30 bis 40 Prozent. Das Wissen der Mitarbeiter ist in das System gewandert und steht dort nun dem ganzen Unternehmen dauerhaft zur Verfügung.

  • Wir werden 30 bis 40 Prozent schneller werden - und das ist vorsichtig geschätzt.
Benjamin Bihr Web

Benjamin Bihr
Leiter Technik
Beer Grill AG

Perfekt in Szene gesetzt

Die Beer Grill AG beschleunigt dank customX die Vitrinen-Konstruktion für die Gastronomie

Gastronomen müssen flexibel sein – auch was die Präsentation von Speisen angeht. Vitrinen unterstützen diese Flexibilität. Die Beer Grill AG im schweizerischen Villmergen möchte die sehr spezifischen Anforderungen ihrer Gastronomiekunden schneller und effizienter erfüllen und hat sich für eine Konfigurationslösung mit customX entschieden. Schon die Einführung sorgt für Optimismus: Eine Beschleunigung der Konstruktionszeit um 30 bis 40 Prozent scheint realistisch.

Ob Kantine oder Restaurant, ob Selbstbedienung oder Service – das Auge des Gastes isst mit. Eine Vitrine muss darum Speisen appetitanregend präsentieren und die Qualität erhalten: Die Suppe soll heiß, der Salat frisch, die Eiscreme kalt und die Pommes Frites knusprig sein. Daneben ist Varianz gefragt, denn den Gästen soll heute eine Gemüsepfanne, morgen Pizza und übermorgen Barbecue angeboten werden. Deshalb ist neben der technischen und optischen Ausstattung auch reichhaltiges Zubehör wichtig, das sich leicht austauschen lässt.

Innovative Produkte für anspruchsvolle Kundschaft

Nach dem Leitsatz „Der Tradition Platz lassen – der Zukunft Raum geben“ hat sich die Beer Grill AG im schweizerischen Villmergen zum technologisch führenden Hersteller von Systemen für die professionelle Präsentation und Zubereitung von Speisen entwickelt. Beer Grill betreut anspruchsvolle Kunden in ganz Europa und setzt immer wieder neue Qualitätsstandards bei Design, patentierter Technologie und Funktionalität. Perfekt abgestimmt auf Standort, Raum und Rahmenbedingungen der Kunden bietet die Produktpalette viele Möglichkeiten. Alle Geräte überzeugen durch innovative Technik und intelligentes Design zur idealen Erhaltung der Qualität der kulinarischen Angebote.

Ein „Klassiker“ macht das Rennen

Schon früh hatte man ein eigenes kleines Baukastensystem für die Konstruktion entwickelt und zur Produktdatenverwaltung vor einigen Jahren auch Autodesk Vault eingeführt. Doch die Produkte werden komplexer und sollen in immer kürzerer Zeit geliefert werden. Für diese steigenden Anforderungen bot die eigene Lösung nicht genügend Automatisierung; ein neues Level in der Digitalisierung war nötig. Gesucht wurde eine neue Konfigurationssoftware, die direkt mit dem eingesetzten CAD-System, Autodesk Inventor, verknüpft sein sollte, so dass bei Anpassungen aufgrund von Kundenwünschen möglichst automatisch neue Maßbilder und Produktionsunterlagen erzeugt werden können. Die CAD-Berater von MuM, die Beer Grill seit vielen Jahren betreuen, stellten den Kontakt zur MuM-Tochter customX in Limburg her. Der gleichnamige Konfigurator erwies sich als die beste Lösung.

Regeln für Varianten

customX leistet genau das, was Beer Grill benötigt: Mit Hilfe von Konstruktionsregeln und Parametern lässt sich definieren, wie Produkte aussehen dürfen. Angefangen bei der Vitrinengröße über Temperaturregelung und Beleuchtung bis hin zu möglichem Zubehör und der RAL-Farbe des Dekors lassen sich pro Produktlinie die möglichen Kombinationen auswählen. Die Software prüft sofort, ob die Eingaben plausibel sind, und generiert nach Abschluss der Eingabe Maßbilder, Visualisierungen, Konstruktionszeichnungen, Stücklisten – kurz alle Dokumente, die man zunächst für das Angebot und später für die Produktion benötigt.

Komplexes einfach machen

Die Konstrukteure bei Beer Grill lernten in einer mehrtägigen Schulung, wie das Regelwerk aufzubauen ist. „Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, ist es ganz einfach“, sagt Konstrukteur Patrick David. Man müsse vor allem in der Lage sein, vom konstruktiven Denken in variables Denken umzuschalten und die eigenen Produkte aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Für jede Produktlinie müssen Regeln erstellt und getestet werden; das geht mit wachsender Erfahrung immer schneller – schließlich muss man keine Programmierkenntnisse erwerben, denn auch das Aufbauen der Regeln in customX ist echtes Konfigurieren.

Konfigurieren statt Konstruieren

Darüber hinaus gilt es, die Benutzeroberfläche so zu gestalten, dass die Anwender alle nötigen Eingaben in einer aus ihrer Sicht logischen Reihenfolge vornehmen können. Schließlich soll die Konfigurationssoftware letztlich vom Außendienst genutzt werden, um im Kundengespräch die optimale Lösung zu entwickeln. Der Kunde hat dadurch schneller eine bildhafte Vorstellung, wie seine künftigen Vitrinen aussehen werden, und auch das Angebot ist schnell erstellt. Wie viel Denkarbeit in jeder Variante steckt, soll nach außen verborgen bleiben.

Digitaler Wissensspeicher

„Um customX einzurichten, muss man die Produktpalette sehr gut kennen“, erzählt Benjamin Bihr, Leiter Technik bei Beer Grill. Darum ist der Konfigurator gleichzeitig eine Art Wissensmanagement. „Ein erfahrener Konstrukteur braucht nicht lange nachzudenken, was bei uns wie gefertigt werden kann“, führt Benjamin Bihr aus. „Wenn ein solcher Mitarbeiter dann aber das Unternehmen verlässt, ist das Wissen verloren. Dank customX bleibt es bei uns jetzt erhalten, und neue Mitarbeiter sind in Sachen Produktpalette schnell up to date.“

Testen, nutzen, nächster Schritt

Die Betreuung durch MuM und customX war mit der Schulung nicht abgeschlossen. Anfangs mussten die Konstrukteure häufig mit den Beratern Rücksprache halten. Die Unterstützung per Fernwartungssoftware TeamViewer bot rasche, unkomplizierte Hilfe. Inzwischen geht das Konfigurieren immer leichter, und man braucht den Support nur bei Spezialfällen. Im Moment laufen der alte Konfigurator und customX zu Testzwecken noch parallel, doch die Mitarbeitenden können sich schon auf das neue System verlassen. Wenn alle Produkte auf customX umgestellt sind, wird auch das ERP-System angebunden, so dass man dem Kunden direkt aus customX ein Angebot mit allen benötigten Dokumenten – also Maßbildern, Einbauvorschriften usw. – schicken kann. Wenn der Kunde bestellt, werden die Stücklisten für die Fertigung auf Knopfdruck generiert. Benjamin Bihr ist optimistisch: „Wir werden 30 bis 40 Prozent schneller werden – und das ist vorsichtig geschätzt.“